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Jahresrückblick 2016

Ich war unsicher, ob ein Jahresrückblick bei einem Handarbeitsblog überhaupt Sinn macht. Überhaupt stellt sich mir immer wieder die Frage, wie weit ich mein Privatleben in meine Posts einfließen lassen möchte. Aber ich möchte hiermit einfach selbst auch einmal Revue passieren lassen was in diesem Jahr alles passiert ist.

Vom Träumen zur Realität

Drachengarn startete in der ersten Version schon 2014 und lag dann lange Zeit brach. Mir fehlte der Mut neue eigene Sachen zu starten und Beiträge dazu zu schreiben. Mir gefiel das erste Design der Seite nicht wirklich, aber an den Redesign habe ich mich nicht herangetraut. Bis zu diesem Jahr.

 

Irgendwann im Frühjahr packte mich dann mein Ehrgeiz wieder. Zu dieser Zeit stand ich dann auch mit Ribbelmonster in Verbindung und habe mir viele Tipps und Anregungen geben lassen. Dieser Austausch hat mir vor Allem geholfen Ziele zu setzen. Mir wurde klar welche Chancen ich habe und welche nicht.

 

Vor diesem Gespräch hatte ich noch den Traum irgendwann von diesem Hobby leben zu können. Zwar ist dieser Traum nicht ganz ausradiert, aber mir ist klar, dass es sehr unwahrscheinlich ist. Dabei geht es nicht darum, ob ich gut genug bin oder nicht, sondern darum, dass ich aktuell weder die Zeit noch die Ressourcen habe all den Aufwand zu investieren, der benötigt wird um überhaupt Geld zu verdienen.

Der Neuanfang

Mit diesem Bewusstsein und somit dem Ziel vor Augen mir mit dem Blog einfach einen Ort zu schaffen, an dem ich mich ausleben und mein Hobby mit Freunden und Fremden teilen kann, nahm ich dann schließlich das Redesign in Angriff. Die Seite ist immer noch nicht perfekt. Das liegt auch einfach daran, dass ich kein Webentwickler und kein Grafiker bin. Aber ich habe mein Bestes getan die Seite über Wordpress nach meinen Vorstellungen umzusetzen. Und schneller als erwartet war ich dabei auch noch.

Im März hatte ich die ersten konkreten Pläne und To-Do-Listen vorbereitet und war zu diesem Zeitpunkt von einem Redesign frühestens im August ausgegangen. Tatsächlich startete ich aber bereits Ende Juni und habe es seit dem auch geschafft jede Woche einen Beitrag zu liefern.

Höhen und Tiefen

Selbst wenn ich es nur am Blog und den Verkäufen meiner Werke bemesse hatte dieses Jahr einige Höhen und Tiefen.

Der absolute Höhepunkt war die Resonanz auf den Beitrag Wie viel Wert hat Handarbeit. Über 600 Aufrufe in 16 Stunden und etliche Kommentare und Diskussionen auf Facebook. Keiner meiner Beiträge hatte auch nur Ansatzweise soviel Aufmerksamkeit erhalten. Allerdings war auch keiner meiner Beiträge danach so kontrovers.

Da Klicks und Likes für mich nicht im Vordergrund stehen gab es für mich hier rein am Blog betrachtet auch wenige Tiefen. Natürlich ist es nicht so schön, wenn ein Beitrag selbst nach einer Woche noch keine 10 Aufrufe hat, aber so ist es nun mal. Immerhin habe ich inzwischen 2 fest Abonnenten, die sich sogar per Mail benachrichtigen lassen, wenn es etwas neues gibt. :P

Tiefpunkte gab es hauptsächlich privat. Hier werde ich auch nicht auf alle eingehen. Der tiefste Punkt für mich in diesem Jahr war mit Sicherheit die Mitteilung, dass mein Opa im Sterben liegt. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen. Er ist also eigentlich mehr ein Vater für mich. Der einzige Vater den ich hatte. Die Vorstellung, dass dieses Heiligabend das letzte mit meinem Opa war, ist sehr schmerzhaft, obwohl es eine schöne, stressfreie Feier war.

Wenn das Jahr mit solchen Gedanken und Befürchtungen endet, verliert man gerne aus dem Auge was positiv war. Und genau aus diesem Grund schreibe ich diesen Jahresrückblick.

Die Höhepunkte nochmal zusammengefasst

  • Im Juni ging der neue Blog online
  • Wie viel Wert hat Handarbeit hatte über 600 Klicks am ersten Tag
  • Im September habe ich mein Gewerbe angemeldet
  • Seit Juni jede Woche ein Beitrag, ohne Pausen oder Unterbrechungen

Prognosen und Erwartungen für 2017

Das nächste Jahr wird nicht leicht werden. Seit November arbeite ich wieder Vollzeit und ich merke jetzt schon, dass kaum noch Zeit für Handarbeiten bleibt, zwischen Arbeit, Partner und Hunden.

 

Die Projekte dauern inzwischen deutlich länger als ein oder zwei Wochen und der Vorrat an vorbereiteten Beiträgen neigt sich deutlich dem Ende zu. Es wird also etwas stressiger werden und leider auch seltener Anleitungen geben, da diese schlicht am Aufwendigsten sind.

 

Die erste Steuererklärung mit Gewerbe wird mit Sicherheit auch ein Graus sein. Ein Umzug steht auch noch an, wodurch ich das ganze Ämtergerenne im neuen Jahr auch gleich haben werde.

Pläne gibt es natürlich trotzdem viele: Ich möchte trotz allem versuchen den Rhythmus beizubehalten. Auch wenn es weniger Anleitungen sein werden, gibt es ja noch haufenweise andere Themen, über die ich bisher noch nicht geschrieben habe. Dank der lieben Unterstützung von Verlagen (ganz besonders Edition Michael Fischer und TOPP) liegen hier auch noch einige Bücher, die auf Ihre Rezensionen warten. Auch Lupo von lalylala ist schon angenadelt und wartet nur noch auf seine Fertigstellung. Für meinen Dawanda-Shop und auch den Blog soll auch noch etwas Werbung gemacht werden. In Planung sind hier Flyer für etwas mehr regionale Bekanntheit und auch ordentliche Visitenkarten, sowie etwas mehr Aktivität über Facebook, Twitter und Google+.

Für das Shop Sortiment stehen auch weiterhin noch Kaufanleitungen auf dem Programm. Da diese sehr aufwendig sind, glaube ich aber nicht, dass ich mehr als eine Anleitung im Quartal schaffen werde. Im Januar kommt aber schon mal die neue Kamera, womit den neuen detaillierten und ordentlich bebilderten Anleitungen dann nichts mehr im Wege steht. Außerdem kommen als Nähprojekt noch Hundehalstücher dazu, von denen ich jetzt schon ein paar gemacht hatte, aber noch keinen Beitrag geschrieben habe.

Wie Ihr sehen könnt ist meine To-Do-Liste immer noch lang und wahrscheinlich werde ich auch im kommenden Jahr nicht alles schaffen. Aber da ich hoffe, dass 2017 für Drachengarn nicht das letzte Jahr sein wird, haben wir ja genug Zeit alles noch nachzuholen ;)

Danke

Auch wenn Drachengarn noch sehr klein ist, möchte ich mich bei allen für dieses doch erfolgreiche Jahr bedanken, besonders bei den lieben Lesern und Handarbeitern, die mir auch Feedback gegeben haben. Danke an Ribbelmonster und die Verlage, die mir ein bisschen die offizielle Welt des Bloggens näher gebracht und mich unterstützt haben. Auch meinem Partner, Freunden und Familie möchte ich dafür danken, dass sie mich bestärkt haben, mir aber auch die eine oder andere Grenze aufgezeigt haben.

 

Ich wünsche allen, dass sie gut in das neue Jahr kommen und dieses schöner und weniger deprimierend wird als 2016.

 

Bis dahin...

...bleibt an der Nadel!

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