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Warum schreibe ich eigentlich Anleitungen?

Kurz gesagt: Weil ich zu oft geflucht habe, wenn ich es nicht getan habe.

 

Natürlich ist es nochmal etwas anderes diese Anleitungen dann auch für andere aufzubereiten und sie zu veröffentlichen. Aber zumindest für mich ist der Hauptgrund aus dem ich Anleitungen schreibe der, dass ich für mich festhalten will was ich wie gemacht habe, damit ich es dann beim zweiten Mal wieder genauso hinbekomme.

 

Die Anleitungen dann hier auch zu veröffentlichen, eventuell dann auch Feedback zu bekommen, wenn die Anleitungen gefallen ist im Grunde ein Pluspunkt. Wenn ich irgendwann mal an dem Punkt sein sollte, dass ich Anleitungen als PDF verkaufe, kommen noch ein paar grundlegende Vorteile dazu.

Der Aufwand lohnt sich

Allerdings ist die Entwicklung einer ordentlichen Anleitung auch aufwendig, zumindest wenn man möchte dass andere ebenfalls mit dieser Anleitung klar kommen. Es ist in vielen Fällen nicht damit getan, dass man das Projekt einmal häkelt und sich Notizen dazu macht. In den meisten Fällen arbeite ich ein Projekt insgesamt mindestens 3 mal um Schwachstellen auszumerzen und hier und dort noch Verbesserungen zu machen.

 

Beim Proto-Baby und auch bei der Cthulhu-Anleitunge habe ich die Viecher unzählige Male gearbeitet und vor Allem die Arme und Beine immer wieder anders ausprobiert, bis ich irgendwann vor dem Problem stand, dass ich nicht mehr wusste, welche Beine eigentlich in der Anleitung auf der Homepage standen.

 

Aktuell bin ich auch wieder dabei für beide nochmal zu prüfen welche Arme und Beine mir persönlich am Besten zusagen und werde die Anleitungen dann entsprechend aktualisieren, wie ich es bei der Cthulhu-Anleitung ja bereits vor kurzem getan habe.

Der Lebenslauf eines Projekts

Es mag sein, dass andere hier anders arbeiten. Ich könnte mir vorstellen, dass jemand der schon seit seiner Kindheit häkelt die Grundanleitung wahrscheinlich schon aus dem Kopf schreiben kann, ohne dass er erst das Projekt häkeln muss und dann wahrscheinlich nur noch die Details ausarbeiten muss. Aber bei mir ist eine Anleitung schreiben immer ein bisschen wie der Lebenslauf eines Projektes. Geburt, Wachstum, Reifeprozess und Fertigstellung. Die Ausarbeitung für die Seite ist dann im Grunde nur noch ein kleiner Schritt: Bilder hinzufügen, hier und dort Erklärungen hinzufügen und das ganze natürlich in eine ordentliche und übersichtliche Form bringen.

 

Bei den ersten beiden Anleitungen habe ich nie daran gedacht auch Bilder zu machen, wenn ich die Projekte gehäkelt hatte und auch jetzt bedauere ich etwas, dass ich noch keine anständige Kamera mit Stativ besitze, um die Arbeitsschritte besser darstellen zu können. Falls ich irgendwann einmal Anleitungen als PDF anbieten werden, achte ich definitiv auf eine anständige Bebilderung.

Teilen oder nicht Teilen

Meiner Meinung nach sollte jeder Anleitungen schreiben, der eigene Projekte macht. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, ob er diese auch mit anderen Teilen möchte. Copyright und Urheberrecht sind ja auch immer ein leidiges Thema wenn es darum geht. Aber ich persönlich finde es jedes Mal wirklich ärgerlich, wenn ich Freischnauze gearbeitet habe und am Ende nicht mehr weiß was ich getan habe, oder wie ich das wieder hinbekomme.

 

Also meine Empfehlung für euch: Wenn ihr eigene Sachen macht, schreibt sie euch auf! Haltet alles fest! Früher oder später könnt ihr sie wahrscheinlich wieder gebrauchen.

 

Bis dahin...

...bleibt an der Nadel!

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