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Patchwork-Schlaghose (Teil 1)

In diesem Bericht erzähle ich euch wie es mir beim Nähen meiner ersten Patchwork-Schlaghose erging.

 

Ich denke die Meisten kennen das. Im Laufe der Jahre sammeln sich die durchgelaufenen oder kaputten Hosen, die man aber eigentlich schon zu lange und zu gerne hat um sie einfach wegzuwerfen. Nachdem ich mir in diesem Jahr endlich wieder eine Nähmaschine zugelegt habe, wollte ich nun endlich diesen ganzen alten Lieblingshosen eine neue Bestimmung geben.

 

Aus dem Problem, dass ich für Stangenware zu klein aber ein riesiger Fan von Schlaghosen bin, wurde also das Vorhaben aus diesen ganzen alten Jeans eine Patchwork-Schlaghose für mich zu nähen. Nachdem ich die alten aussortierten Hosen in unserem Haushalt auf einen Stapel gepackt hatte sortierte ich hier die 'klassischen' Jeans raus. Also alles in blau, grau und schwarz auf einen Stapel. Es blieben 5 Hosen und ein Hemd übrig. Die restlichen Hosen werden wahrscheinlich in anderen Patchwork-Projekten landen, falls ich wahnsinnig genug dafür bin.

Fazit 1: Das artet in Arbeit aus!

Gut 10 Stunden habe ich insgesamt gebraucht, um diese 5 Hosen dann in ihre Einzelteile zu zerlegen und in möglichst viele Quadrate á 12x12cm zu zerlegen. Wahrscheinlich hätte ich es mir auch einfacher machen können in dem ich größere Stücke mache, aber da ich wie schon erwähnt relativ klein bin, wären dann wahrscheinlich auch weniger Stücke und mehr unbrauchbarer Verschnitt entstanden. Ergebnis der Schneide-Orgie waren über 140 Quadrate und noch keine Ahnung ob das überhaupt für den Zuschnitt reichen würde.

 

Also nochmal für etwa 2 Stunden hingesetzt und die Stücke so hingelegt wie sie später angeordnet sein sollten. Geplantes Chaos ist echt anstrengend. Durch die verschiedenen Farben dauerte es eine Weile bis ich wirklich zufrieden war und dann auch alle Teile so durchnummeriert waren, dass ich das Ganze dann später auch richtig zusammennähen würde.

 

Und dann ging die Arbeit erst richtig los. Für die kleinen Teile sind jetzt alle Teile mit Zick-Zack-Stich versäumt und in der benötigten Größe zusammengesetzt. Nur die vier großen Stücke für die Hosenbeine fehlen noch. Dafür fehlte mir bisher dann doch die Zeit.

Fazit 2: Lieber kein Risiko eingehen!

Jetzt saß ich also da, hatte schon Stunden in meinen Stoff investiert, aber vorher noch nie mit Schnittmustern gearbeitet. Ich stand nun also vor der Überlegung wie ich verhindern konnte, dass ich die Hose aus dem mühsam zusammengesetzten Stoff zurecht schneide, nur um dann festzustellen, dass sie zu klein oder zu groß geworden ist. Kurzerhand entschied ich mich also die Patchwork-Schlaghose einfach erst mal aus einem alten Deckenbezug schon mal Probe zu nähen, um zusehen, ob sie am Ende passen würde. Und ich bin froh, dass ich das getan habe. Zwar ist die Probehose, die am Ende wahrscheinlich als Schlafhose enden wird, noch nicht endgültig zusammengenäht, aber beim ersten Anprobieren war sie doch etwas enger als gewünscht. Jetzt weiß ich wenigstens wo ich noch etwas mehr zugeben sollte.

 

Jetzt habe ich eine geheftete Probehose, die noch zerlegt und richtig genäht werden will und schätzungsweise 80 Quadrate die noch versäumt und zusammengesetzt werden müssen, bevor ich mit dem eigentlich Zuschnitt der Hose beginnen kann.

 

Weiter bin ich jetzt nach zwei Wochen noch nicht gekommen, da meine Arbeitszeiten sich leider nicht ganz mit der Lautstärke meiner Nähmaschine vertragen, aber bald kann es dann endlich weitergehen. Ich bin sehr gespannt wie meine erste selbstgenähte Patchwork-Schlaghose am Ende aussehen wird.

 

Bis dahin...

...bleibt an der Nadel!


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