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Drachen-Muddi lernt nähen (Teil 3) – Loop-Schal

Teil 3 des Projekts ist ein recht einfacher Loop-Schal. Ursprünglich hatte ich vor meine T-Shirt-Patches dafür zu nehmen. Bei der Durchsicht der Materialien, habe ich aber dann doch noch größere Stücke gefunden, die zu den Vorgaben aus der Anleitung passten.

Das Material

Empfohlen war Baumwolle als Außenstoff und ein leichter Strickstoff für das Innenfutter. Aus meiner Verwertungskiste habe ich also ein altes Longsleeve aus leichtem Strick für das Innenfutter gefunden. Als Außenstoff halten Tischsets aus Baumwolle her, die ich irgendwann zum Weiterverarbeiten von meiner Schwiegermutter bekommen habe.

Die Anleitung

Heute kommen wir zur 2. Anleitung aus dem Buch von Andrea Müller.

Die App zum Buch habe ich immer noch nicht heruntergeladen. Ich denke, das werde ich erst tun, sobald ich bei der ersten Anleitung bin, für die ich tatsächlich ein Schnittmuster brauche.

 

Die Anleitung für den Loop-Schal kommt allerdings noch ohne Schnittmuster aus. Zwei Rechtecke in der angegebenen Größe und mehr braucht es nicht.

Auch wenn die Anleitung für jemanden, der Ahnung vom Nähen und vor Allem vom Wenden hat, recht einfach sein muss, hatte ich ein bisschen Probleme. Schritt für Schritt Bilder sind ein paar dabei, aber diese sind etwas schwer zu interpretieren. Geklappt hat es trotzdem.

Die Vorbereitungen

Das Zuschneiden des Strickstoffs war die Hölle, dadurch dass der Stoff so super elastisch ist. Bei der Baumwolle hatte ich einfach Probleme, weil ich mit einem kleinen Schul-Geodreick und einem Lineal gearbeitet habe. Es hat ewig gedauert, bis ich endlich ein richtiges Rechteck hinbekommen hatte. Ein Patchworklineal steht inzwischen schon auf meiner Einkaufsliste. Ich hoffe damit wird es einfacher.

Nie mehr faul sein

Kaum hatte ich angefangen die Kanten des Baumwollstoffs versäubern zu wollen, bekam ich auch schon wieder Probleme mit der Maschine. Bis ich dann schließlich für den doch recht dünnen Stoff die richtige Fadenspannung gefunden hatte, war ich schon halb verzweifelt.


Früher war es für mich undenkbar mir Reststoffe zu nehmen und daran erst mal auszuprobieren. Es nervt mich immer noch. Beim Häkeln und Stricken kann ich faul sein. Ich mache hier deshalb nur selten Kleidung oder Dinge, die eine bestimmte Größe haben müssen, weil ich nie Lust habe vorher eine Maschenprobe zu machen. Beim Nähen habe ich inzwischen akzeptiert, dass ich mir Aufwand spare, wenn ich vorher die Fadenspannung teste und auch ausprobiere, ob die Maschine so viele Lagen Stoff überhaupt schafft.

Kanten und Saum

Hier muss ich definitiv noch üben. Ein Saum mit Zick-Zack-Stich klappt ganz gut, ist aber leider nur geeignet, wenn der Saum verborgen ist, oder wie hier innen liegend. Der Baumwollstoff war nicht lang genug für den Schal, weshalb es hier nötig war zwei Stücke zusammenzufügen.


Das Sichern der Kanten lag mir noch nie und auch hier habe ich das Gefühl, dass es mit Zick-Zack-Stich anders aussehen sollte. Ich weiß allerdings nicht woran es liegt, - Fadenspannung? Stichlänge? Abstand zur Kante?

Das Nähen

Im Großen und Ganzen klappte das Nähen richtig gut. Das Zusammenstecken der beiden unterschiedlich langen und flexiblen Stoffe war anstrengend, aber am Ende ließ sich alles super nähen. Mit der Anleitung hatte ich an der Stelle, an der das erste Mal gewendet wird ein paar Probleme, da ich nicht ganz kapiert hatte, wie die Stoffe aufeinander gelegt werden müssen, um das ganze dann zum Loop zu schließen und es dann trotzdem noch vollständig wenden zu können. Hier war der Punkt an dem ich mir genauere Fotos gewünscht hätte. Schließlich hatte ich die Wendeöffnung dann nicht im Baumwollteil, sondern im Strick gelassen. Das Wenden wurde dadurch etwas anstrengender, aber geklappt hat es trotzdem.

Der Abschluss

Laut Anleitung hätte ich die Wendeöffnung mit einem knappkantigen Geradstich schließen sollen. Eine nicht sichtbare Handnaht war mir hier allerdings dann doch lieber. Eigentlich wollte ich den Schal auch noch knappkantig Steppen, damit die Stofflagen etwas hübscher aneinander liegen.


Allerdings waren die Stellen an denen die Nähte aufeinander treffen zu dick. Mir ist direkt die Nadel gebrochen bei dem Versuch. Statt mich wie sonst daran festzubeißen, habe ich mir die Zusatzarbeit jetzt doch gespart und die angefangene Steppnaht wieder aufgetrennt.

Fazit

Mit etwas Übung und Probieren, ist die Anleitung für Anfänger geeignet und auch schnell genäht.

 

Ich habe das Gefühl, dass die ersten Anleitungen auf schnelle Erfolge und somit gute Motivation setzen.


Weiter geht es in Teil 4 mit einem Patchwork-Einkaufsbeutel

 

Bis dahin...

...bleibt an der Nadel!


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