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Ideen sammeln...

Manchmal frage ich mich wie andere Handarbeiter/Innen zu ihren Ideen kommen. Vor Allem, wenn man sich Seiten wie Crazy Patterns oder Markerist betrachtet. Es gibt soviele unglaublich tolle und kreative Anleitungen und Designs dort draußen.

 

Dagegen komme ich mir oft klein und fast schon unbedeutend vor, mit der handvoll Anleitungen, die ich bisher umgesetzt habe. Manchmal entmutigt mich das ein wenig. Dann packt mich aber wieder der nächste kreative Schub und ich sitze tagelang jede freie Minute an meinen Nadeln und tüftle an etwas Neuem.

... und Inspiration finden

Inzwischen habe ich tatsächlich eine Liste an meinem Schreibtisch hängen, mit Ideen für weitere Anleitungen, die irgendwann einmal hatte und nicht wieder vergessen wollte. Natürlich sind ein paar dieser Ideen Figuren oder Fabelwesen, die man einfach kennt, oder die ich irgendwo gesehen habe und dann gedacht habe, dass ich das anders machen würde. Manchmal kommen die Anleitungen auch dadurch zustande, dass Freunde oder Famile fragen, ob ihnen x/y machen könnte und ich dann keine Anleitung dazu finde, die mir persönlich gefällt.

Ich denke jeder hat seinen eigenen Weg, Ideen zu finden und diese dann zu sammeln. Den einen richtigen Weg gibt es hier sicherlich nicht. Bei mir ist es auch in vielen Fällen so, dass ich zum Beispiel vorhatte ein Lochness-Monster zu machen und dann stattdessen ein Bär daraus geworden ist, weil ich mittendrin festgestellt habe, dass die Kopfform doch irgendwie nicht zu Nessi passt. Trotz meiner Liste ist es immer ein fließender Prozess.

Ideen wollen auch umgesetzt werden

Manchmal bringen mich die Ideen meiner Liste auch um den Verstand. Die Schnecke, zum Beispiel, die ich letzte Woche gepostet habe, hat mich verrückt gemacht. Ich weiß gar nicht mehr wie oft ich das Schneckenhaus wieder aufgeribbelt habe, bevor ich eine Version gefunden hatte, die mich halbwegs zufrieden gestellt hat. Dabei ist die Schnecke dadurch auf meiner Liste gelandet, weil ich für meine Tante irgendwann einen Schnecken-Schlüsselanhänger gemacht hatte. Eigentlich sollte es also nur ein Verfeinern meiner Notizen werden. Aber so ist es doch häufig mit Ideen. Sie entwickeln sich mit der Zeit weiter. Bei mir hat dies meist mit Ansprüchen zu tun, die sich ändern. Ich wollte keinen Schlüsselanhänger mehr (auch wenn der sicherlich noch irgendwann kommen wird). Ich wollte ein großes Plüschtier.

Anleitungen als Inspiration

Jede Anleitung die ich von anderen nacharbeite, egal ob kostenlos oder Kaufanleitung, trägt zu diesem Prozess bei. Anleitungen lassen uns an der Erfahrung und der Kreativität anderer teilhaben. Wenn man Anleitungen aufmerksam durcharbeitet und auch versucht die Gedanken und Konzepte dahinter zu verstehen, können sie einem dabei helfen, auch die eigenen Projekte zu verbessern.

 

Natürlich sollte man dabei darauf achten, dass man nicht versehentlich (oder schlimmer noch - absichtlich) klaut. Aber manchmal hilft es einfach dabei, wenn man plötzlich merkt, dass man Pikots nicht nur für den Saum von Kleidchen, sondern auch für lockige Haare verwenden kann.

 

Mir hilft jede einzelne Anleitung dabei selbst auch neue Ideen zu finden und meine Gedanken flexibel genug zu halten um eben zahlreiche Anwendungsgebiete für einzelne Techniken zu finden. Aus diesem Grund bin ich auch jedem dankbar, des Anleitungen teilt, egal ob kostenpflichtig oder kostenlos. Ihr teilt eure Erfahrungen und schafft dadurch einen Mehrwert für jeden von uns. Ich hoffe, dass ich auch mit meinen Anleitungen diesen Mehrwert schaffen kann.


Bis dahin...
...bleibt an der Nadel!

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