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Upcycling Hundepulli (für kleine Hunde)

Die Tage werden kürzer und kälter. In den letzten Monaten habe ich einige meiner Sweatshirts und Pullover aussortiert und da dachte ich mir ich probiere einmal etwas aus, das ich ursprünglich irgendwo auf Facebook gesehen hatte: Ein Hundepulli aus einem alten Pulloverärmel.

Hunde und Kleidung

Nur kurz zum Thema Hundepulli. Ich mag Hundekleidung nicht. Ich empfinde sie als nervig, umständlich und teilweise ist es mir auch fast peinlich, weil es doch schnell wirkt, als handle es sich um ein Modeaccessoire. Aber: Mein Hund Momo ist ein Chihuahua. Er hat kein Unterfell und gerade mal ca. 3 Kilo. Sobald das Thermometer unter 19°C rutscht fängt er draußen elendig an zu zittern. Für ganz kurze Spaziergänge ist das im Herbst noch akzeptabel. Wenn es aber längere Wege werden oder dann noch Regen oder Schnee hinzukommen, weigert sich Momo tatsächlich ohne Jacke vor die Tür zu gehen. Für mich ist Hundebekleidung also eine Notwendigkeit, kein Modestatement. Schließlich habe ich einen Hund, keine Kleiderpuppe.

Der Pulli

In diesem Herbst stand ich nun plötzlich vor dem Problem, dass Momo scheinbar über den Sommer sowohl in Umfang als auch in Länge scheinbar doch nochmal ein paar Zentimeter zugelegt hatte, wodurch die wenigsten seiner Pullis oder Jacken überhaupt noch passen.

Ich habe mich nun also daran gesetzt und wollte Momo einen Pullover aus einem meiner alten Pullis machen. Diese Variante funktioniert natürlich nur, wenn Pullovergröße und Hundegröße halbwegs zu einander passen.

Wenn man selbst also eher kleinere Pullis mit schmalen Ärmeln trägt, sollte man eher nicht versuchen einen Schäferhund hinein zuquetschen. Ich wusste nur noch ungefähr wie die Anleitung ging entschied aber es einfach auszuprobieren. Als ich im Nachhinein zwecks Quellenangabe nochmal versucht habe die eigentliche Anleitung zu finden, habe ich zumindest nicht mehr den Beitrag gefunden, an den ich mich erinnern konnte. Hier also meine Version des 'Ärmel-Pullis'

Anleitung

  • Schritt 1: Ärmel abschneiden.
  • Schritt 2: Durch anhalten die richtige Position für die Ärmellöcher finden.
  • Schritt 3: Ärmel löcher ausschneiden und den Ärmel auf die richtige Ärmellänge kürzen.
  • Schritt 4: Den hinteren Teil des Pullis einschneiden und dem Hund anpassen.
  • Schritt 5: Bei Bedarf alle Kanten versäumen.

Das klingt im Grunde recht simpel und eigentlich ist es das auch. Allerdings empfehle ich dringend erstmal eine Probeversion zu machen.


Ich war ganz froh, dass Pullis ja normalerweise zwei Ärmel haben. Beim ersten Pulli sind meine Ärmellöcher durch das ständige anpassen viel zu groß geworden und ich hatte keinerlei Kragen einkalkuliert, wodurch die erste Version des Pullis im Grunde gar keinen Wärmeeffekt hatte.

Für die zweite Version habe ich dann die Ärmellöcher etwas verkleinert und noch einen Kragen angenäht. Die Version passte schon besser und Momo fühlte sich auch schon ganz wohl mit diesem Pulli Gassi zu gehen.

Um für den Beitrag auch Entstehungsbilder zu haben, machte ich noch eine dritte Version. Diesmal aus einem minimal kleineren Pulli, wodurch der hintere Bereich des Pullis ein wenig knapp geworden ist. Im großen und ganzen gefällt miraber die dritte Variante am besten, da hier der Kragen nicht angesetzt ist.

Für die Anpassung im hinteren Teil sollte man nicht nur Geschlecht und Körperbau des Tieres beachten, sondern auch ggf. die Pinkelgewohnheiten. Momo stellt sich zum Pinkeln auch gerne mal in den Handstand. Dementsprechend bekommen Pullis und Jacken, die den Bauch bedecken immer mal wieder was ab. Aus diesem Grund ist bei Momos Pullis der Bauch weitestgehend frei. Bei Hündinnen oder gesitteten Pinklern kann man hier sicherlich etwas mehr Stoff lassen.

Dafür, dass ich (unter anderem dank dem Nähen per Hand) am ersten Versuch gut 5 Stunden saß, ging der zweite dann mit 30 Minuten Arbeitszeit echt flott, für Version 3 waren es gerade mal 15 Minuten inklusive Bilder machen.

Ich habe versucht euch den Schnitt durch die hier dargestellten Bilder etwas anschaulicher zu beschreiben. Einmal zugeschnitten kann man den Schnitt übrigens auch als Vorlage verwenden um auch aus 'normalen' Stoffstücken einen gleichartigen Pulli zu machen. Zum Beispiel kann man dann auch das Motiv des Pullis verwenden und nicht nur den Ärmel.

 

Die Idee Hundebekleidung aus alter Kleidung zu machen finde ich toll und der Schnitt aus dem Ärmel ist auch super einfach. Ich bin ein Fan von Upcycling. Vielen Dank also an den Finder dieser Idee, auch wenn er mir tatsächlich nicht bekannt ist.

Ich bin mir sicher, dass ich diesen Herbst noch einige Pullis und Jacken auf diese Weise machen werden.

 

Bis dahin...
...bleibt an der Nadel!


Quellenangaben:

 

Leider weiß ich nicht wer der erste mit dieser Idee war, aber eine schöne Anleitung findet sich zum Beispiel auch hier:

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